• Ina reportascha da Pierin Monn

Fasnacht Trun - Eine schöne Tradition oder ein Betrunkenengelage?


Juhu, es beginnt! Es ist 13:30 und die Guggenmusik von Trun fängt zu spielen an. Sie wandert immer weiter nach vorne. Die Musik dringt in die Ohren und das Konfetti überall in die Kleider. Schon jetzt tun mir die Ohren weh, doch es hat erst angefangen. Viele Karren und noch mehr Guggenmusik zieht an mir vorbei. So sind die Kinder der 3. und 4. Klasse von Trun als Minions, die kleinen gelben Wesen, die im Sommer die Kinos erobert haben, verkleidet. Eine Gruppe hat den FIFA-Skandal als Motto genommen und schmeisst falsche Dollars umher. Eine andere Gruppe verteilt Alkohol. Da kommt mir eine Frage in den Sinn: “Dieser Alkohol, wie die Jugendlichen wohl aussehen?”

Es ist immer so eine Sache mit dem Alkohol. Es gibt solche, die können es nicht lassen. Überall sieht man hier Bierdosen umherliegen. Wer hat all das getrunken? So mache ich mich auf die Suche. Auf die Frage, ob er etwas getrunken habe, antwortet ein Jugendlicher, den ich nicht kenne: “Ich habe nnnnichtsss getrunkennn!” Da weiss ich genau, dass er getrunken hat. Plötzlich sehe ich einen, der sein Kostüm vollgekotzt hat. Ich denke mir dabei – Wie können die so etwas machen?

Viele Kinder laufen hier herum, auch sie sind verkleidet, jedoch schaffen sie es nicht zu trinken. Man hört lachende Kinder umherspringen. Sie tanzen und singen. Sie haben Spass. Es ist eindeutig, was den Kindern am meisten gefällt: “Am besten sind die Süssigkeiten”, viele Male habe ich dies gehört. Als ich noch klein war liebte ich auch die Süssigkeiten. Es ist noch immer gleich. Man sieht die Kinder am Boden Süssigkeiten einsammeln. Doch nun ist der Umzug zu Ende.

Viele Leute sind auf dem Weg in die Halle. Die Eltern mit ihren Kindern fahren Heim. “Es ist viel zu laut”, meint meine Tante, als ich sie frage, ob sie schon heimgehe. Es ist wirklich laut. Man hört überall Musik und sprechende Leute. Doch nirgends sind Jugendliche. Wo sind sie? Natürlich auf dem Schulhof, wie jedes Jahr.

Dort angekommen, sehe ich, dass nicht viel los ist. Einige haben zu viel getrunken und können nicht mehr gerade laufen. Mit der Zeit werden es immer weniger. Ein paar hat man nach Hause fahren müssen, andere sind freiwillig gegangen. Doch nun ist es auch für mich Zeit zu gehen. Zuvor möchte ich die Anfangsfrage beantworten: Man sieht lachende Kinder, hört schöne Musik und auch die Betrunkenen sind Tradition, denn ohne die wäre es nicht so wie es ist.

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Fotografias: Lotar Tomaschett, scolaras e scolars dil Consorzi